Planspiel Mantelverordnung startet im Herbst 2015

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Planspiel Mantelverordnung startet im Herbst 2015

Mineralische Abfälle wie Bodenaushub oder Abbruchmaterial können wiederverwertet werden und so natürliche Ressourcen schonen. Voraussetzung für den Einsatz der sogenannten Ersatzbaustoffe ist, dass Böden und Gewässer nicht mit Schadstoffen belastet werden. Den Umgang mit  ihnen soll die neue Mantelverordnung regeln. Das Öko-Institut organisiert in einem Planspiel den Austausch von Fachleuten, Interessengruppen und Behördenvertretern mit dem Ziel, Wissenslücken zu schließen und einen Konsens bei strittigen Punkten der Verordnung zu erzielen. Bei der Planung, fachlichen Begleitung und Umsetzung arbeiten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Öko-Instituts mit der Prognos AG, team ewen, dem Zentrum für Angewandte Geowissenschaften der Universität Tübingen (ZAG), dem Gewerblichen Institut für Umweltanalytik GmbH (GIU) sowie dem Institut für Baustoffprüfung und Umwelttechnik GmbH (IBE) zusammen.

Konsens auf der Sachebene

Teile der Mantelverordnung werden derzeit vor allem in den Bundesländern zwischen Politik, Industrie und Behörden intensiv diskutiert: Das Planspiel, das im Herbst 2015 startet, will strittige Punkte auf der Sachebene ansprechen und möglichst ein Klärung herbeiführen: Welche Konsequenzen haben die unterschiedlichen Vorschläge? Welche Kosten und welche Risiken für Böden und Grundwasser können entstehen? Welche Konsequenzen haben die Entscheidungen für Verwaltungspraxis?

Datenbasis erweitern

Um die Grundlage für die Diskussionen im Planspiel zu verbessern, erheben die Expertinnen und Experten zudem neue Messwerte für die  mengenmäßig relevanteste Materialgruppe „Boden und Steine“. Allein im Jahr 2010 fielen laut destatis 100 Millionen Tonnen solche Abfälle an. Zwar wird heute ein Großteil des Materials in Form von Verfüllungen wiederverwertet. Doch sollte aufgrund der Mantelverordnung andere Behandlungsformen wie zum Beispiel eine Deponierung erforderlich werden, kann es aufgrund des großen Materialstroms zu starken Verschiebungen kommen.

Die Vorbereitung und Durchführung des Planspiels sowie die wissenschaftliche Erfassung und Bewertung der Daten erfolgt im Auftrag des Umweltbundesamtes sowie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und wird bis Mitte 2016 abgeschlossen.

2017-03-25T12:35:53+00:00 13. 11. 2015|Aktuelles|0 Kommentare