Extreme Trockenheit führt zu Bränden bei Entsorgern

//Extreme Trockenheit führt zu Bränden bei Entsorgern

Extreme Trockenheit führt zu Bränden bei Entsorgern

Die extreme Trockenheit der letzten Wochen hat in Deutschland verstärkt zu Bränden bei Entsorgungsbetrieben geführt. Nachdem Ende Juni ein Feuer bei der Gesellschaft für Wertstoff- und Abfallwirtschaft des Kreises Unna (GWA) zu einem Millionenschaden geführt hat, brannte es in Anfang Juli bei Alba Metall Nord in Rostock.

Der Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, Till Backhaus (SPD), forderte alle Industriebetriebe, die entzündliche und brennbare Stoffe lagern, angesichts der extremen Witterungsbedingungen auf, den vorbeugenden Brandschutz noch stärker zu beachten.

Alba teilte mit, dass auf dem Betriebsgelände in Rostock-Marienfelde ein Haufen Sheddermaterial auf einer versiegelten Außenfläche Feuer gefangen hatte. Die Brandursache selbst ist bislang noch nicht eindeutig geklärt. Nach Angaben des Entsorgers handelt es sich vermutlich um Selbstentzündung. Auch der Sachschaden ließ sich noch nicht eindeutig beziffern. Zu Schaden gekommen ist niemand.

In Rostock ist das Feuer bei Alba bereits der zweite Brand innerhalb weniger Wochen bei einem Entsorgungsbetrieb. Ende Mai war bereits bei Veolia ein Feuer ausgebrochen, auch in diesem Fall vermuteten die Ermittler Selbstentzündung als Brandursache.

Umweltminister ruft auch Industrie­betriebe zur verstärkten Vorsorge auf

Der Brand auf dem Gelände des Recyclingunternehmens Alba Nord am Mittwoch in Rostock-Marienehe zeigt erneut, dass auch Industrieunternehmen, die entzündliche und brennbare Stoffe lagern, angesichts der extremen Witterungsbedingungen den vorbeugenden Brandschutz noch stärker beachten müssen. „Zwar kann zu den Ursachen der Brandentstehung noch nichts Abschließendes gesagt werden, aber ich appelliere an alle Betreiber solcher Anlagen, dieser Tage besonders auf den Brandschutz zu achten. Leicht entzündliche Stoffe sollten nicht der prallen Sonne ausgesetzt werden“, sagte Umweltminister Dr. Till Backhaus.

Mit dem Anlagenbetreiber hat das Staatliche Amt für Landwirtschaft und Umwelt (StALU) Mittleres Mecklenburg bereits am gestrigen Tage vor Ort weitere Maßnahmen vereinbart, um erforderliche Schlussfolgerungen zur Verbesserung des Brandschutzes ziehen zu können und bei Wiederaufnahme des Betriebes ein erneutes Ausbrechen des Brandes zu verhindern. Die letzte Kontrolle des StALU erfolgte November 2016 im Zusammenhang mit der Genehmigung einer Erweiterung der Metallaufbereitung, in Zusammenarbeit mit dem Brand- und Rettungsamt der Hansestadt Rostock war darunter auch die Kontrolle der Auflagen zum Brandschutz.

Da beim Löschen Wasser in die Warnow floss, hat das StALU zusätzlich zu den gestrigen Probenahmen der Unteren Wasserbehörde weitere Proben genommen, um die Belastung mit Schadstoffen zu ermitteln. Nach einer ersten Analytik handelt es sich jedoch vorrangig um organische Stoffe. Abschließende Aussagen sind gegenwärtig noch nicht möglich.

Als der Brand gestern in Rostock ausbrach, kontrollierte das StALU gerade die Alba-Anlage in Parkentin in Nachbereitung des dortigen Brandes vom 05. Juni. Im Ergebnis der Brandverhütungsschau muss ein Löschwasserteich angelegt werden. Mittelfristig soll Alba ein neues brandschutztechnisches Konzept erstellen.

Sowohl die Recyclinganlage in Parkentin als auch die Anlage der Veolia in Nienhagen, wo es am 30. Mai brannte, arbeiten inzwischen wieder. Auf Weisung des StALU laufen sie jedoch nur im eingeschränkten Betrieb, um die Lagerbestände bis zur endgültigen Klärung der brandschutztechnisch notwendigen Maßnahmen möglichst gering zu halten. Durch das StALU wurden Analysen der Brandrückstände veranlasst. Ergebnisse liegen derzeit aber noch nicht vor.

Quellen: EUWID /Recycling und Enbtsorgung Nr. 28.2918; Pressemitteileung Nr. 234/2018 des Ministeriums für Landwirtschaft und Umwelt M-V

2018-07-11T13:29:23+00:0005. 07. 2018|Aktuelles|0 Kommentare