Zum dritten Mal nach 2002 und 2012 hat der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) im letzten Jahr eine Erhebung zu Unfallzahlen in kommunalen Abfallwirtschafts- und Stadtreinigungsbetrieben durchgeführt. Die jetzt in einer Infoschrift veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass das Arbeiten in der Entsorgungsbranche weiterhin mit einem im Vergleich zu vielen anderen Wirtschaftszweigen relativ hohen Risiko verbunden ist.

Die mit Abstand unfallträchtigste Tätigkeit bleibt dabei die Abfallsammlung. Der Vergleich zu den vorherigen Umfragen zeigt aber, dass die Unfallhäufigkeit in fast allen Tätigkeitsbereichen rückläufig ist. Einzig im Bereich der Abfallbehandlung ergibt sich in der aktuellen Umfrage eine höhere Tausend-Mann-Quote.

Die Tausend-Mann-Quote (TMQ) gibt die Anzahl der Unfälle pro 1.000 Mitarbeiter an und ermöglicht laut VKU so einen direkten Vergleich der Unfallhäufigkeit in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen. Der durchschnittliche TMQ aller Bereiche für den aktuellen Umfragezeitraum der Jahre 2015 bis 2017 beträgt demnach 53. Das heißt: 53 von 1.000 Beschäftigten erlitten im Jahr einen Arbeitsunfall.

Allerdings zeigen sich für die abgefragten Tätigkeitsbereiche große Unterschiede bei der TMQ. Während in der Verwaltung nur jeder 100. Mitarbeiter (TMQ: 10) pro Jahr einen meldepflichtigen Arbeitsunfall erleidet ist es bei der Abfallsammlung jeder elfte (TMQ: 92). Ebenfalls überdurchschnittlich stark betroffen von Arbeitsunfällen mit einer TMQ von 67 ist der Werkstattbereich.