Tagungsprogramm 2019

Auch in diesem Jahr haben wir wieder ein breit gefächertes Programm für Sie zusammengestellt.
Mit diesem Programm wenden wir uns insbesondere an Unternehmen und Behörden, an Bauherren und Planer sowie an Ingenieure und Architekten – kurzum, an alle, deren Betätigung im Zusammenhang mit dem Abbruch von Bausubstanz, der Gefahrstoffsanierung und der Entsorgung von Bau- und Abbruchabfällen steht. Interessenten aus angrenzenden Bereichen sind natürlich ebenso willkommen.
Wir werden wieder aktuelle Probleme ansprechen und Lösungsansätze aufzeigen; auf Veränderungen hinweisen und auf absehbare Entwicklungen aufmerksam machen.
Unsere Fachtagung 2019 soll auch wieder dazu beitragen, Risiken und Wettbewerbsnachteile zu verringern. Wir wollen das Gespräch zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern und ein faireres und professionelleres Miteinander auf der Baustelle fördern.
Wir hoffen, dass das diesjährige Programm wieder auf ein großes Interesse stoßen wird.

Der Tagungsflyer mit dem Programm steht Ihnen sowohl als PDF-Dokument zum Ausdrucken als auch als ePaper zum Durchblättern zur Verfügung:
Tagungsflyer mit Programm zum Ausdrucken
Tagungsflyer mit Programm zum Durchblättern


Was erwartet Sie an Themen auf unserer 22. Fachtagung?

Hinweis: Der Tradition dieser Fachtagung folgend, sind die Vortragstitel Vorgaben des Veranstalters an die Referenten und widerspiegeln inhaltliche Wünsche und Vorstellungen des Veranstalters. Gleiches gilt für die folgenden Erläuterungen zu den Vortragsinhalten.


Neue Verordnung für altes Holz. Zum Stand der Novellierung der Altholzverordnung

Ende Oktober soll der Abschlussbericht des vom Umweltbundesamt beauftragten Forschungsvorhabens „Evaluierung der Altholzverordnung im Hinblick auf eine notwendige Novellierung“ vorliegen, noch im Herbst soll ein Diskussionspapier entwickelt werden. Bereits im August wurden Vorschläge für die Novellierung im Begleitkreis des Forschungsprojektes diskutiert. Was ist zu erwarten? Bleibt es bei den Altholzkategorien und bei der als bewährte Regelvermutung bezeichneten Herkunftsvermutung. Gibt es Veränderungen bei der Probenentnahme, Analytik und Zertifizierung? Wie lässt sich auf die zunehmende Überversorgung des Marktes mit Altholz reagieren?


Es geht auch ohne Sprengung spektakulär – Abbruch des 162 m hohen Kühlturms im AKW Mülheim-Kärlich

Der finale Fall des Kühlturms schaffte es bis in die Tagesschau und im Netz finden sich beeindruckende Videos. Wir freuen uns auf die detaillierte Darstellung völlig neuer technischer und technologischer Ansätze beim Abbruch von hohen Industrieanlagen.


Dringend geboten, aber demnächst auch zu erwarten? Die Novellierung der Gefahrstoffverordnung und der TRGS 519

Die Überarbeitung von Gefahrstoffverordnung und TRGS 519 unter Berücksichtigung der (mittlerweile nicht mehr ganz neuen) Erkenntnisse über Umfang und Gefährdungspotenzial asbesthaltiger bauchemischer Produkte wird ebenso oft gefordert, wie sie angekündigt und wieder verschoben wird. Jetzt gibt es Hoffnung auf Resultate – aber sind die auch gut?


Gut für den Kreislauf und die Wirtschaft? Der Referentenentwurf des neuen Kreislaufwirtschaftsgesetzes.

Diese Novelle hat es in sich. Den Teilnehmerkreis dürfte besonders interessieren, dass die öffentliche Hand bei der Beschaffung sowie bei Bauvorhaben und sonstigen Aufträgen Erzeugnissen den Vorzug geben soll, die durch das Recycling von Abfällen entstanden sind. Zudem werden u.a. Anforderungen für das Ende der Abfalleigenschaft konkretisiert, Recyclingquoten für bestimmte Abfallarten angehoben, Vermischungsverbote verschärft und Begriffsbestimmungen zur stofflichen Verwertung ergänzt. Wird sich das alles durchsetzen lassen?


Funktioniert TOP? Bei welchen Verfahren für den flächigen Abtrag von Gefahrstoffen der Verzicht auf persönliche Schutzmaßnahmen gerechtfertigt ist und bei welchen nicht

Verfahren mit Direktabsaugung entsprechen dem Minimierungsgebot und der Forderung: TOP (Technische Schutzmaßnahmen gehen vor Organisatorische Schutzmaßnahmen gehen vor Persönliche Schutzmaßnahmen). Wann sind staubarme Verfahren ausreichend und wann müssen es emissionsarme Verfahren sein und welche wirksamen Verfahren sind bereits verfügbar. Was sagen uns Versuche und Messergebnisse?


VOB/A 2019: (Neure)gelungen?

Die Änderungen der im Januar 2019 veröffentlichten VOB/A sind nicht nur zahlreich sondern teilweise auch grundsätzlicher Natur. Wie wirken sich die Veränderungen auf die Rechte und Pflichten von AN und AG aus?


Fall auf Knall. Der Weiße Riese in Duisburg. Eine bemerkenswerte Abbruchsprengung.

Sprengungen sehr hoher Gebäude in engster urbaner Bebauung sind immer spektakulär. Aber dem aufregenden Moment gehen langwierige präzise Planungen und Vorarbeiten voraus, wie eindrucksvoll gezeigt werden wird.


Spuren von Asbest im Abfall – und jetzt? Die Sicht des BMU / des Praktikers auf die Dinge

Ist uns bewusst, wie oft wir Abfällen erzeugen und zu entsorgen haben, die in geringen Anteilen Asbest enthalten. Ist ein uneingeschränktes Behandlungsverbot solcher Abfälle sinnvoll und umsetzbar? Reicht die Deponiekapazität, wenn eine solche Forderung konsequent umgesetzt würde? Gäbe es technische Möglichkeiten zur Abtrennung asbesthaltiger Bestandteile? Wie vollständig kann die Trennung innerhalbe des Bestandes vor dem Abbruch erfolgen? Muss es nicht „Abschneidekriterien“ oder Bagatellschwellen geben? Wir freuen uns auf zwei Vorträge mit einer formalrechtlichen und eine praktischen Annäherung an dieses schwierige aber äußerst wichtige und aktuelle Thema.


Ist der Ihlenberg noch zu retten? Stand der Verständigung über Restlaufzeit und veränderte Annahmebedingungen der DK III der Ihlenberger Abfallgesellschaft

Die Deponie kommt seit dem Herbst 2018 nicht aus den Schlagzeilen, aber wieviel Substanz haben damals öffentlich geäußerte Vorwürfe tatsächlich? Sind politische Pläne zur Schließung der Deponie 2035 und eine Begrenzung der Abfallannahme auf Norddeutsche Abfälle sachgerechte oder voreilige politisch motivierte Entscheidungen? Die Abbruch- und Entsorgungsbranche betrachtet die Entwicklung mit großer Sorge und fordert die Politik zur Besonnenheit auf. Was sagt das Fachministerium?


Aus für den Container-bag? Strengere Annahmebedingungen der Deponien – wo sie ihre Berechtigung haben und wo sie kaum umsetzbar sind

Deponien verweigern zunehmend die Annahme von ausschließlich in Container-bags verpackten bestimmten gefährlichen Abfällen. Das ist aus Gründen des Arbeitnehmer- und Immissionsschutzes auf der Deponie nachvollziehbar und entspricht zudem Anforderungen des Gefahrstoffrechtes an den Umgang mit den Abfällen auf der Baustelle. Doch das trifft nicht in jedem Fall zu. Warum Ausnahmen nötig sind. Beispiele und Lösungsoptionen.


Hinweis:
Der Verband für Abbruch und Entsorgung e.V. behält sich das Recht des Referententausches oder inhaltlicher Programmänderungen vor. Siehe auch unsere ⇒ AGB.